Unerfüllter Kinderwunsch

 

 

Ist es selbstverständlich, dass sich bei einem Paar mit Kinderwunsch dieser auch erfüllt? Es ist ja schließlich das Natürlichste der Welt?

 

Leider Nein!

 

Weltweit haben 60 bis 80 Millionen unfruchtbare Paare den Wunsch nach einem Kind, der sich auf natürlichem Wege nicht realisieren lässt.

 

In Europa sind davon 15 Prozent aller heterosexuellen Paare betroffen. Dies entspricht etwa jedem siebten Paar.

 

Schätzungen zu Folge bleiben etwa 6 bis 9 Prozent aller Paare dauerhaft kinderlos.

 

 

Ursachen:

 

Es gibt zahlreiche Faktoren, die sich gegenseitig bedingen und sich auf die Fruchtbarkeit auswirken. Somit kommen neben organischen Störungen auch unspezifische Faktoren zum Tragen. Denn oftmals führt ein Zusammentreffen unterschiedlicher Faktoren bei einem der Partner oder auch bei beiden Partnern zum unerfüllten Kinderwunsch. Auch seelische bzw. partnerschaftlich bedingte Problematiken können allein oder im Zusammenspiel physischer Faktoren als Konzeptionshindernis wirksam werden.

Damit sind die Ursachen einer Fertilitätsstörung multifaktoriell zu betrachten.

 

Mögliche Ursachen können z. B. sein:

 

Bei der Frau: Hormonstörungen, Störung der Eierstockfunktion, Endometriose, verschlossene Eileiter, Veränderungen an der Gebärmutter, wie z.B. Myome, Störungen der Erbsubstanz (Chromosomenanomalien: es sind keine Eierstöcke angelegt), immunologische Störung (Spermienantikörper beeinträchtigen den Fortpflanzungsprozess), Unter- oder Übergewicht, chronischer Stress, Leistungssport

 

Beim Mann: Störung der Spermienbildung, Varikozelen, ein in der Kindheit zu spät erkannten Hodenhochstand, Hodenverletzung oder Hodenentzündung (z.B. durch eine Mumpserkrankung), Infektionen, Konsum von Alkohol, Nikotin, Drogen, verschlossene Samenwege, Störungen der Erbsubstanz (Chromosomenanomalien: Überschuss an weiblichen Geschlechtschromosomen), Hormonstörungen, Übergewicht, chronischer Stress, Leistungssport

 

 

Mögliche Auswirkungen des unerfüllten Kinderwunsches:

 

Lebenskrise, Verlust eines wichtigen Lebensplanes, Lebenszieles;

 

Bei der Frau: Gefühl der Unvollständigkeit, Ärger, Wut, auch gegen sich selbst gerichtet, Verlust des Selbstwertgefühls, Verlust des Selbstbildes als Frau, Ängste und Depressionen, Schuldgefühle, Trauer

 

Beim Mann: Hilflosigkeit, Scham, Ohnmacht, Selbstzweifel, Verunsicherung, Angstverarbeitung oft in Träumen, Verlust des Selbstwertgefühls, Wut, Verbitterung, Schuldgefühle

 

Auf die Paarbeziehung: Kommunikationsstörung, in Form von unterschiedlichem Redebedürfnis bei Frau und Mann über die Thematik, gegenseitige Kritik, Entwertung des Partners, Rückzug aus dem sozialen Umfeld, Beeinträchtigungen im sexuellen Erleben

 

 

 

Mögliche psychische Auswirkungen im Rahmen assistierter reproduktionsmedizinischer Behandlungen:

 

Tendenz zu Depressivität, Ängstlichkeit und somatischer (körperlicher) Beschwerden, starke emotionale Belastung, physiologische Stressreaktionen, sexuelle Zufriedenheit nimmt meist tendenziell mit der Dauer der Behandlung ab

 

 

Was kann die Hypnotherapie bewirken?

 

Es kann nicht versprochen werden, dass sich durch die Hypnotherapie der Kinderwunsch erfüllt! Jedoch können sich hierdurch die Chancen erhöhen.

 

Einer Studie aus Israel zufolge kann eine hypnotherapeutische Behandlung den Erfolg einer künstlichen Befruchtung um fast 30% steigern (Levitas et al., 2006).

 

 

Die Hypnotherapie bietet folgende Möglichkeiten:

 

  • (innerer) Stress kann reduziert werden, innere Ruhe und Entspanntheit gefördert werden, als wichtige Voraussetzung für die mögliche Kinderwunsch-Behandlung
  • Aktivieren innerer Ressourcen
  • Innere Blockaden ausfindig machen, die einer Erfüllung des Kinderwunsches aktuell im Wege stehen und diese Themen bearbeiten
  • Unterstützende psychotherapeutische Begleitung während der Kinderwunsch-Behandlung und zur Trauerverarbeitung, wenn sich das ersehnte Babyglück nicht einstellen will
  • Unterstützung zum Auffinden eines neuen Lebensplanes

 

 

 

Begriffserklärungen:

 

Fertilität bedeutet Fruchtbarkeit, also die Fähigkeit Nachkommen zu erzeugen.

 

Bei der Frau beginnt die Phase der Fruchtbarkeit mit der Menarche, der ersten Monatsblutung und nimmt bereits leicht mit dem dreißigsten Lebensjahr ab.

Mit dem vierzigsten Lebensjahr fällt die Fertilität bereits drastisch und endet mit der Menopause zumeist im Alter von etwa 52 Jahren.

 

Beim Mann fällt die Fertilität ebenfalls im Alter, jedoch fehlt eine Zäsur, die die reproduktive Phase des Mannes bis hin zur nicht mehr reproduktiven Phase aufzeigt.

 

Die Fertilität stellt damit den Gegenpol zur Sterilität oder Infertilität da.

 

Der Terminus „unerfüllter Kinderwunsch“ wird präzisiert durch die Begriffe Sterilität und der Infertilität.

 

Sterilität: es tritt bei einem Kinderwunschpaar trotz regelmäßigem, ungeschütztem Sexualverkehr innerhalb von einen bis zu zwei Jahren keine Schwangerschaft ein.

 

Primäre Sterilität: Bei der Frau ist noch nie eine Schwangerschaft eingetreten. Beim Mann bedeutet dies, das Unvermögen ein Kind zu zeugen.

 

Sekundäre Sterilität: Die Frau wird nach bereits vorausgegangenen Schwangerschaften nicht mehr schwanger, trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr.

 

Infertilität: Bei der Frau das Unvermögen, nach erfolgter Konzeption (Empfängnis) die Frucht auszutragen und diese zu gebären. Es kommt zu spontanen Früh- oder Spätaborten, Fehlgeburten, worunter die Problematik der Unfähigkeit ein lebensfähiges Kind auszutragen verstanden wird.

Beim Mann bedeutet dies, die Unfruchtbarkeit aufgrund erhobener Samenbefunde.

 

Idiopathische Fertilitätsstörung, idiopathische Sterilität: Dies ist eine Ausschlussdiagnose, die gestellt werden kann, wenn Untersuchungen keine organischen und keine psychischen Ursachen für den bisherigen unerfüllten Kinderwunsch ergeben haben.

 

 

 

 

 

Hier finden Sie mich:

 

Praxis Lichtblick

Angelika Dickel

Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnotherapie

 

Siechenstr. 47

96052 Bamberg

 

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